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Distaler Magenbypass

Der distale Magenbypass ist im Prinzip ein modifizierter Roux-Y-Magenbypass. Magenpouch und Magen-Dünndarm-Anastomose werden wie beim klassischen (bzw. proximalen) Roux-Y-Magenbypass erstellt. Allerdings wird der Dünndarmschenkel mit den Verdauungssäften erst kurz vor der Bauhin’schen Klappe mit dem anderen Dünndarmschenkel in Verbindung gebracht und dadurch die Nahrungsbestandteile verspätet im Verdauungstrakt mit den Verdauungssäften zusammengeführt. Je nach Länge der gemeinsamen Strecke führt dies zu einer deutlichen malabsorptiven Komponente. Die Kombination von höhergradiger Restriktion und höhergradiger Malabsorption führt jedoch immer zu einer gefährlichen Situation, und es drohen verschiedene Mangelerscheinungen und vor allem ein Eiweißmangel. Aus diesem Grund kommt der distale Magenbypass als primäre Operation praktisch nicht infrage.

Anders ist die Situation beim primären oder sekundären Therapieversagen nach klassischem Roux-Y-Magenbypass, das heißt bei unzureichendem Gewichtsverlust nach Roux-Y-Magenbypass oder bei einem erneuten Gewichtsanstieg. In diesen Fällen kann unter bestimmten Voraussetzungen von einer mangelnden Restriktion ausgegangen werden. Hinweise darauf finden sich im Ernährungsverhalten sowie durch Zusatz-Untersuchungen (Magenspiegelung, spezielle CT-Untersuchungen mit Kontrastmittel). In diesen Fällen von mangelnder Restriktion (es handelt sich dabei um eine spezielle Negativ-Selektion von Bypass-Patienten) kann eine Umwandlung eines klassischen Roux-Y-Magenbypasses in einen distalen Magenbypass durch die Hinzunahme einer deutlichen Malabsorption das Gewichtsproblem dauerhaft lösen helfen.

Der distale Magenbypass wird somit heutzutage nahezu ausschließlich als Umwandlungsoperation durchgeführt. Die Umwandlung von einem klassischen Roux-Y-Magenbypass in einen distalen Magenbypass wird laparoskopisch durchgeführt und ist technisch eine relativ einfache und gefahrarme Operation. Sie kann eine gute Option sein, wenn es nach Roux-Y-Magenbypass nicht zu einer zufriedenstellenden Gewichtsreduktion kommt oder das Gewicht wieder kontinuierlich und unkontrolliert ansteigt.

Bei allen malabsorptiven Operationsverfahren muss möglichst sicher gewährleistet sein, dass die Patienten ihre Supplementation mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien (Nahrungsmittelergänzung) gewissenhaft zu sich nehmen. Die Umwandlung eines proximalen in einen distalen Magenbypass mit Hinzunahme einer malabsorptiven Komponente sollte daher ausschließlich bei Patienten erwogen werde, die durch eine bislang kontinuierliche Einnahme der Supplementation eine gute Compliance bewiesen haben. Bei diesen Patienten kann davon ausgegangen werden, dass sie auch in Zukunft die Supplementation zuverlässig weiternehmen werden.

 

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