Eigenblutspende
Das Konzept der fremdblutsparenden Verfahren ist am Klinikum Fulda sehr weit entwickelt. Vor planbaren Operationen mit häufigem Transfusionsbedarf (Transfusionswahrscheinlichkeit >10%), legen wir in einem Zeitraum von mehreren Wochen ein Eigenblut-Depot für die Patienten an, welches nur ihnen zur Verfügung steht. So werden zur Zeit überwiegend vor größeren orthopädischen Eingriffen Eigenblutspenden durchgeführt. Im vergangenen Jahr belief sich die Zahl der gewonnenen Blutkonserven auf ca. 1000 Stück.
Für die Eigenblutspende müssen bestimmte Mindestvoraussetzungen gegeben sein. Wichtige Kriterien sind vor allem der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten und ein ausreichender Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin). Ob eine Eigenblutspende für Sie in Frage kommt, wird Ihnen Ihr Operateur erläutern und ggf. Kontakt mit der Eigenblutspende des Klinikums aufnehmen.
Wie läuft eine Eigenblutspende ab?
Falls eine Eigenblutspende grundsätzlich in Frage kommt, wird mit dem Patienten ein Vorstellungstermin in der Eigenblutspende vereinbart. Er erhält desweiteren eine Liste der für die Eigenblutspende benötigten Unterlagen.
Am Vorstellungstermin wird in einem Gespräch mit dem betreuenden Narkosearzt die Spendefähigkeit des Patienten beurteilt und der Gehalt an Hämoglobin kontrolliert. Ergibt sich hieraus kein Einwand gegen die Eigenblutspende, wird in gleicher Sitzung die erste Spende durchgeführt. Dafür wird dem Patienten/Ihnen ähnlich wie bei einer normalen Blutentnahme über eine spezielle Einmalkanüle 500ml Blut entnommen. Während der gesamten Blutentnahme ist der Patient kontinuierlich an eine Herz- und Blutdrucküberwachung angeschlossen. Nach Beendigung der Entnahme wird eine Infusion verabreicht, die den Flüßigkeitsverlust ausgleicht.
Im Anschluß überwachen wir Sie noch für einige Zeit und entlassen Sie nur bei völligem Wohlbefinden. Trotzdem sollten Sie für mindestens 30 min. nach Entlassung aus der Eigenblutspende nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und sich besser von einem Verwandten oder Bekannten fahren lassen.
Wie oft soll man spenden?
In der Regel werden 2-3 Spenden in wöchentlichem Abstand durchgeführt. Voraussetzung ist allerdings ein ausreichend hoher Gehalt des roten Blutfarbstoffes. Deshalb sollte bereits vor der 1. Eigenblutspende mit der Einnahme eines Eisenpräparates begonnen werden. Die letzte Eigenblutspende sollte 7-10 Tage vor dem geplanten OP- Termin liegen, damit Ihr Körper genügend Zeit hat sich von der Spende zu erholen.
Haben Sie noch Fragen?
Sie können uns bezüglich der Eigenblutspende gerne während unserer Öffnungszeiten (Mo-Fr. 8:00-11:00 Uhr) anrufen und wir werden Ihnen die benötigten Auskünfte gerne erteilen. Auch für Anfragen zu Eigenblutspenden bei uns und den Versand der Blutkonserven an ein Krankenhaus in dem Sie operiert werden, können Sie uns gerne anrufen. Tel: (06 61) 84 - 60 70





