Mutter-Kind-Zentrum
Am Klinikum Fulda wird derzeit ein umfangreiches Bauvorhaben realisiert. Auf dem Gelände des ehemaligen Hubschrauber-Hangars entsteht der Neubau für das geplante Mutter-Kind-Zentrum.
Die Einweihung des insgesamt 16,5 Mio. Euro teuren Neubaus ist für Mai 2010 geplant.
Durch das Mutter-Kind-Zentrum wird eine enge Verzahnung zwischen der Frauenklinik und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin erreicht. Dies ermöglicht optimale Funktionsabläufe, zudem wird eine interdisziplinäre Behandlungsweise begünstigt. Das Geburts- und Perinatalzentrum des Klinikums, welches die geburtshilfliche Abteilung der Frauenklinik und die Neonatologie der Kinderklinik vereint, wird zukünftig räumlich noch enger miteinander verbunden sein. Es soll im Mutter-Kind-Zentrum eine ideale Kombination von Menschlichkeit, Geborgenheit, Sicherheit und - wenn es erforderlich ist - von Hochleistungsmedizin ermöglicht werden.
Im Erdgeschoss des Neubaus sind die Ambulanzen der Gynäkologie, Geburtshilfe und Kinderklinik vorgesehen. Es gibt zwei getrennte Eingänge für die Ambulanz der Frauen- und der Kinderklinik, damit keine ansteckenden Krankheiten von Kindern auf Schwangere übertragen werden. Zusätzlich gibt es einen weiteren Eingang der Kinderklinik direkt von außen, so dass Kinder mit hoch ansteckenden Krankheiten in einem eigenen Bereich ohne Kontakt zu anderen Patienten behandelt werden können. Die Sicherheit der Patienten hat bei den Planungen einen sehr hohen Stellenwert.
Im ersten Obergeschoss werden die Kreißsäle in direkter Nähe zu der Kinder-Intensivstation angeordnet sein. Normale Geburten sind in einem der vier Kreißsäle möglich. Ist bei Risikogeburten ein Kaiserschnitt erforderlich, findet dieser in einem Operationssaalstatt, der sich räumlich zwischen der Frauen- und der Kinderklinik befindet. Diese noch engere Verzahnung der Frauenklinik zur Neugeborenen-Abteilung und der Intensivstation bringt erhebliche Vorteile, insbesondere bei der Versorgung von Frühgeborenen, da der Transport nach der Erstversorgung entfällt. Die Mütter sind in direkter Nähe zur Intensivstation, was einen frühzeitigen Kontakt zum Kind ermöglicht. Die Intensivstation der Kinderklinik enthält insgesamt 11 Beatmungsplätze: 9 für Früh- und Neugeborene und 2 für größere Kinder, bis 18 Jahre. Weiterhin sind im ersten Obergeschoss der Stationsstützpunkt der Kinderklinik sowie ein Reanimationsraum für die Frühchen oder Neugeborene mit Erkrankungen geplant. Insgesamt 14 Plätze stehen zudem für die Intensivpflege von Frühchen zur Verfügung, die keine Beatmung benötigen.
Im zweiten und dritten Obergeschoss sind standardmäßig Zwei-Bett-Zimmer der Kinderklinik angeordnet sowie die Einzelzimmer für diejenigen Kinder, die eine ansteckende Krankheit haben. Jedes Zimmer wird mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet sein. Auch für die Eltern besteht weiterhin die Möglichkeit, bei ihren Kindern zu übernachten. Im Zentrum des Neubaus steht ein Lichthof, der als Atrium über die zwei Geschosse offen ist und als Spielzimmer dienen soll. Somit wurde die Spielfläche für die Kinder in die Mitte des Gebäudes verlegt.



