Stationäre Aufnahme
Stationäre Versorgungseinheit:
Die stationäre Versorgungseinheit besteht aus 31 Betten innerhalb der Tumorklinik.
Ärztlicher Bereich:
Für den vollstationären Bereich ist ein adäquater Arztschlüssel vorhanden. In überwachungsintensiven Therapiestationen (Leukämietherapie) entspricht dieser dem Intensivmedizin-Standard. Diese beinhaltet die Präsenz von Ärzten mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie während der Regelarbeitszeit, fachärztlichen 24-Stunden-Rufdienst außerhalb der Dienstzeiten einschließlich des Wochenendes sowie Visitendienst am Wochenende.
Nicht ärztlicher Bereich:
Die Pflegeleitung besitzt die Qualifikation für onkologische Fachpflege entsprechend den Weiterbildungsrichtlinien in der Krankenpflege. In jeder Hinsicht ist onkologisch geschultes Pflegepersonal vertreten.
Räumliche Ausstattung:
Stationäre Bereiche von 31 Betten mit 1- und 2-Bett-Zimmern sowie Zugang zur Intensivstation für Notfälle über 24 Stunden am Tag.
Therapie und Behandlung:
Durchführung der Systemtherapie von Tumoren einschließlich der Überwachung und Dokumentation der akuten Therapietoxizität, der Nebenwirkungen und Zwischenfälle. Dazu gehören insbesondere:
- Intravasale (intravenös/intraarteriell) zytostatische Chemotherapie bei malignen hämatologischen Systemerkrankungen;
- Intravasale (intravenös/intraarteriell) zytostatische Chemotherapie bei soliden Tumoren;
- Endokrine Behandlung sowie die orale zytostatische Behandlung und die Behandlung mit Zytokinen;
- Behandlung mit „neuen Substanzen“, wie z.B. „small molecules“ oder „targeted drugs“;
- Intrakavitäre (intravesikal, intrapleural, intraabdominal, intrathekal) zytoreduktive Behandlung;
- alle perkutanen und brachytherapeutischen Verfahren der Radioonkologie --> Prof. Dr. Feldmann, Strahlentherapie
Psycho-onkologische Behandlung:
Zur umfassenden Betreuung des Krebskranken durch die ambulante und stationäre Abteilung gehört auch die Einleitung und/oder Koordination von Maßnahmen der Rehabilitation und Nachsorge wie
- Psychosoziale Betreuung der Patienten und ihrer Familien;
- Hinzuziehung komplementärer Dienste;
- Häusliche Krankenpflege.

Infrastruktur: Kooperierende Abteilungen
Apotheke
Eine zentrale Zytostatika-Zubereitung, d. h. Bereitstellung von zubereiteten Zytostatika und anderen speziellen Medikamenten zur Behandlung von Tumorpatienten an jedem Wochentag und an Wochenenden.
Labormedizin
- Klinische Chemie
- Endokrinologie
- Liquordiagnostik
- Pharmakologie/Toxikologie
- Hämatologie
- Hämostaseologie
- Immunhämatologie
- Immunologie
- Mikrobiologie/ Infektionsserologie
- Not- und Eilfall-Diagnostik rund um die Uhr
- Früherkennung von Stoffwechsel-Erkrankungen und Krankheitsdispositionen
- Bestimmung von Medikamentenspiegeln (24-h)
- Mikrobiologische und serologische Diagnostik der Infektionskrankheiten
- Thrombophiliediagnostik
- Blutgruppenserologische Diagnostik
- Diagnostik der Blutgerinnungsstörungen und Bereitstellung von Blutprodukten zu deren Therapie
- Bereitstellung von geprüften Blut- und Plasmakonserven zur Transfusion
Die Diagnose einer Tumorerkrankung stellt einen elementaren Wendepunkt des bisherigen Lebens dar.
Die fachonkologische Begutachtung umfasst
- das Gespräch über die Krankengeschichte;
- die körperliche Untersuchung;
- die Bewertung vorliegender Untersuchungsergebnisse (z. B. Befunde der feingeweblichen Untersuchung, Befundberichte, Röntgenbilder, Kernspin-/ CT-Aufnahmen, PET Untersuchungen);
- die Bewertung der aktuellen Erkrankungs- und Behandlungssituation;
- die zielorientierte Erörterung des Wunsches der Patientin/des Patienten;
- Empfehlungen für das weitere krankheitsspezifische Vorgehen;
- Begleitung durch den Entscheidungsprozeß der weiteren Behandlung;
- Einbinden von Mitarbeitern aus der Pflegeüberleitung, Heileurythmie, Naturheilverfahren und Psychoonkologie
mit dem Ziel eines patientenzentrierten, ganzheitlichen Behandlungsansatzes.




