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Entsprechend dem Aufgabenspektrum eines SBZ liegt der Tätigkeitsschwerpunkt vorwiegend auf der interdisziplinären Versorgung von Krankheitsprozessen, die die Schädelbasis mit einbeziehen oder operative Zugänge zur Schädelbasis erfordern. Am SBZ kann das gesamte Spektrum dieser Erkrankungen sowohl diagnostisch als auch operativ und in Form adjuvanter Therapien versorgt werden. Es handelt sich dabei u. a. um:
Um dieses breite Spektrum sach- und fachgerecht abdecken zu können, bedarf es einer umfangreichen apparativen Ausstattung.
Dies beginnt bereits bei der Diagnostik, wo Prof. Hofmann auf moderne Schnittbildverfahren wie CT und MRT zurückgreifen kann. Aber auch die Angiographie ist von Bedeutung, sowohl diagnostisch als auch im Rahmen präoperativer Embolisationen oder Hirndurchblutungstestungen mit dem Ballon-Okklusionstest, z. B. wenn die A. carotis intraoperativ verschlossen werden muss, weil sie vom Tumor umwachsen ist. Zunehmend spielen auch präoperative Stentimplantationen eine Rolle.
Während der Operation wird häufig die Neuronavigation eingesetzt. Diese ist wichtig für die Zugangsplanung und für die Verbesserung der operativen Präzision. Von sehr großer Bedeutung ist das intraoperative Neuromonitoring. Dabei werden die unterschiedlichsten Hirnnervenfunktionen elektrophysiologisch überwacht, was besonders in der Akustikusneurinomchirurgie für den N. facialis und N. statoacusticus von entscheidender Bedeutung ist.

Leistungsfähige OP-Mikroskope und der intraoperative Ultraschall sind selbstverständlich. Um Tumoren zu zerkleinern und zu entfernen, stehen verschiedene Techniken wie der Shaver und der Ultraschall- Dissektor zur Verfügung. Nicht zu vergessen sind leistungsfähige Koagulationsgeräte zur mikrochirurgischen Blutstillung. Hier steht als neueste Entwicklung ein auf Molekularresonanzbasis arbeitendes Gerät bereit, das keine Hitzeentwicklung mehr aufweist und somit sehr gewebeschonend arbeitet, was in der Nähe von Hirnnerven und Hirnstamm extrem wichtig ist.
Unverzichtbar in diesem Spektrum intraoperativer Verfahren ist die Schnellschnittdiagnostik. Falls es im Rahmen der präoperativen interdisziplinären Planung für erforderlich erachtet wird, garantiert Prof. Arps eine kontinuierliche histopathologische Unterstützung während der gesamten Tumoroperation, auch wenn sich diese unter Umständen bis in die Abendstunden erstreckt. Dies ist wichtig, um sicher tumorfreie Ränder zu identifizieren.
Postoperativ und nach histologischer Diagnosestellung wird dann in der gemeinsamen Schädelbasiskonferenz das weitere Vorgehen besprochen und z. B. über Strahlentherapie oder Chemotherapie sofern erforderlich entschieden. Hierfür stehen im Institut für Radioonkologie moderne Planungs- und Bestrahlungsverfahren zur Verfügung, die eine zielsichere Radiatio von Tumoren und Tumorresten ermöglichen. Schließlich bietet die Tumorklinik alle Möglichkeiten der Chemotherapie.