Aufgaben der Klinikseelsorge

Da sein - Begleiten – Zuören
Sie begegnen Klinikseelsorge im Klinikum Fulda ergänzend zur ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Betreuung.
Im Mittelpunkt unseres Tuns steht der einzelne Mensch mit seinen Fragen nach Sinn, mit seinen Enttäuschungen, mit seiner Sehnsucht, mit seiner Hoffnung, mit seinem Zweifel und mit seiner Suche nach besserem und glücklichem Leben.
Da sein
Mit unserem Da-sein, begegnen wir Ihnen in Ihrer momentanen Lebenssituation.
Wir nehmen wahr, was Ihr Leben aktuell verändert hat und wollen Sie in der Zeit Ihres Klinikaufenthaltes im Vertrauen auf das - von Gott geschenkte - Leben, als Kraftquelle, unterstützen.
Begleiten
Als Seelsorgerin und Seelsorger verstehen wir uns als Wegbegleiter während Ihres Aufenthaltes im Klinikum.
Zuhören
Klinikseelsorge versteht sich als Gesprächsangebot, das Raum öffnet, die augenblickliche Gefühle, Wünsche, Ängste und Hoffnungen zu ergründen und zu teilen.
Es gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen, sich aussprechen zu können. Auch nur über Alltägliches zu reden, über Persönliches und Existenzielles, über Ärger, Freude und Leid, über „wie wird’s wohl weitergehen“, über Sterben und Tod.
Jemanden zu haben, der Anteil nimmt und Interesse an mir hat, jemand mit einem "offenen Ohr".
Man sagt, es tut gut, wenn man „sich etwas von der Seele reden“ kann.
„Wenn ich mir etwas von der Seele reden will, brauche ich eine Seele, die Anteil nimmt, ein Ohr genügt nicht. Immer aber ist wirkliches Zuhören das Wichtigste.“
Seelsorge steht als fachlicher Dienst allen zur Verfügung, ungeachtet ihrer Konfession oder religiösen Einstellung. Wir begegnen Ihnen mit Offenheit, Sorgfalt und Respekt.
Wir erleben, dass es für viele hilfreich ist, über ihre Situation zu sprechen, jemanden zu haben, der mit einem aushält und auch schweigen kann, der mit einem betet und Gottes guten Segen zusagt.
Die katholische Klinikseelsorge ist für Sie da:
Seelsorge kann nicht über Torst und Heilung von Menschen verfügen, aber ihr Auftrag ist die Nähe Gottes und die stärkende, tröstende Kraft des Evangeliums Jesu Christi zu bezeugen.
- Wir besuchen Patientinnen und Patienten auf den einzelnen Stationen.
- Wir suchen mit Patienten und Angehörigen das Gespräch.
- Wir bieten und öffnen Räume für Gebet, Ritual, Segenszuspruch, Meditation.
- Wir sind für Sie da, auch und gerade in lebensbedrohlichen Situationen.
- Wir begehen mit Ihnen verschiedene Lebensphasen
- Taufe ( Not-taufe),Sakramentenspendung ( Krankensalbung....)
- Wir stehen Trauernden zur Seite. Verabschieden den Verstorbenen mit Gebeten und einem Abschiedsritual.
- Wir gestalten zweimal im Jahr (letzte Freitag im April und letzter Freitag im September) auf dem Zentralfriedhof in Fulda einen Trauergottesdienst für totgeborene Kinder an, die auf dem dortigen Gräberfeld bestattet sind.
- Wir suchen das Gespräch mit Ärzten und Pflegepersonal
- Wir begleiten Sie in ethischen Fragestellungen.
- Gehen mit Patienten, Angehörigen ein Stück ihres Weges und helfen aus dem Glauben Lebensdeutungen zu finden.
Angebote:
- Krankensalbung im Gottesdienst am Dienstag, Krankensalbung im Krankenzimmer.
- Krankenkommunion werden auf die Krankenzimmer zu den Patienten gebracht.
- Beichte und Versöhnungsgespräch vor den Gottesdiensten und nach Vereinbarung
- Wir vermitteln auf Wunsch den Besuch eines Seelsorgers der eigenen Konfession.
- Supervisionsbegleitung
- Sterbebegleistung und Sterbebeistand
- Trauerbegleitung
Sie haben einen geliebten Menschen in der Klinik verloren und müssen ihn verabschieden. Der persönliche Kontakt zu einem Seelsorger oder einer Seelsorgerin kann Ihnen bei diesem ersten Schritt eine wichtige Brücke sein für das, was jetzt kommt: die Zeit des Alleinseins und der Trauer.
Für uns ist die Schweigepflicht selbstverständlich und verbindlich.
Unsere Kompetenz:
• Kontakt- und Kooperationsfähigkeit
• Sich einfühlen, zuhören, authentisch und kommunikativ sein
• Seelsorge als Angebot verstehen, mit Ablehnung umgehen können
• Praxis kollegial reflektieren, (Dienstgespräch, Intervision,...)
• Die Dynamik eines Beziehungsgeschehens kennen
z.B. (Übertragung und Gegenübertragung)
• Nähe und Distanz ausbalancieren
• Begleitung bei Lebensdeutung, Sinn- und Hoffnungssuche
• Sich tröstend und ermutigend zuwenden und begleiten
• Biblische Worte und Bilder erschließen und sensibel in die aktuelle Lebenssituation
einbringen
• Mit der eigenen Sterblichkeit und Begrenztheit bewusst umgehen
• Eine eigene lebensförderliche Spiritualität auch angesichts von Sterben und Tod entwickeln und fördern
• Mit Bildsprache und Zeichenhandlungen sensibel umgehen
• Für flexible Zeitplanung bereit sein
• Praxis reflektieren
• Auf die seelsorgerliche Kompetenz anderer Menschen vertrauen und sie zur
• Begleitung ermutigen
• Andere Konfessionen und Weltanschauungen in ihrem Wert achten
• Liturgie, Rituale und Segen personen- und kontextbezogen gestalten





