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„Der Fuldaer Herztag ist eine der besten medizinischen Fortbildungsveranstaltungen in der Region“ lobte einer der Teilnehmer die diesjährige Veranstaltung. Mehr als 150 Teilnehmer waren dabei, um sich zur Versorgung der Herzkreislauf-Patienten in Osthessen auszutauschen. Neben Ärzten des Herz-Thorax-Zentrums Fulda bildeten die niedergelassenen Kollegen Dr. Wilhelm Ludwig Wagner und Michael Conze sowie Dr. Christoph Hildt (Krankenhaus Gelnhausen) das wissenschaftliche Gremium. Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der medizinischen Versorgung von Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und aktuellen Konzepte zur Vorbeugung von Herzerkrankungen ein.

„Wir machen weiter“ sagte Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel (Vorstandssprecher des Klinikums Fulda) zur Eröffnung der  Veranstaltung und bezog dieses Motto sowohl auf die mittlerweile sieben Herztage in sieben Jahren als auch auf die Arbeit im Klinikum Fulda. „Nur wer sich engagiert, sei es durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen oder auch in Form von sinnvollen Investitionen, wird auch morgen Diagnostik und Therapie auf hohem Niveau anbieten können“, so Menzel. Er betonte die exzellente Weiterentwicklung des Herz-Thorax-Zentrums und begrüßte Priv.-Doz. Dr. Richard Kellersmann, der als neuer Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie das Herz-Thorax-Zentrum am Klinikum Fulda wieder komplettiert und weiter in Fahrt bringt. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der auch schon den ersten Fuldaer Herztag eröffnete, betonte in seinen Grußworten die Bedeutung des, sich derzeit noch in der Bauphase befindenden, neuen Notfall- und OP-Zentrums am Klinikum Fulda. „Die Versorgung werden wir dadurch weiter in der Region stärken“, so Wingenfeld, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Fulda. Michael Conze (Aufsichtsratsmitglied Gesundheitsnetz Osthessen) wies in seinen Grußworten auf die Bedeutung von ärztlichen Zusammenschlüssen hin. Er berichtete von der Planung der Kassenärztlichen Vereinigung, über das Projekt „ViViAN“ Möglichkeiten schaffen zu wollen, notwendige Behandlungsdaten direkt, schnell, vollständig, gut lesbar und sicher auf elektronischem Wege an ihre mitbehandelnden Ärzte weiterzuleiten. Weiter lobte er die gute Zusammenarbeit zwischen Klinikum und niedergelassenen Kollegen auf dem Gebiet der Herzkreislaufmedizin. Prof. Dr. Volker Schächinger (Direktor der Kardiologie, Herz-Thorax-Zentrum) ging in seinen Grußworten auf das vor gut einem Jahr etablierte 3. Herzkathetherlabor ein: Im Zusammenhang mit dessen Eröffnung hat sich die, unter der Leitung von Dr. Joachim Krug stehende Abteilung Elektrophysiologie, welche Herzrhythmusstörungen mittels Katheter behandelt, in der Region bestens etabliert. Das neue Labor bietet als Hybrid-Operationssaal auch optimale Bedingungen für die kathetergestützten Aortenklappenimplantationen (sog. „TAVI“), für die es im letzten Jahr besonders viele Zuweisungen aus der Region gab.

Prof. Malte Kelm (Kardiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf), international anerkannter Experte für die koronare Herzkrankheit, machte den Auftakt bei den Vorträgen. Er präsentierte neueste Erkenntnisse zur Herzkreislaufprävention mit Fokus auf die Risikofaktoren: Fette, Diabetes mellitus und Gerinnungshemmer. Dr. medic (Univ. Tg. Mures) Attila Szöllösi (Funktionsoberarzt Kardiologie) und Dr. Oliver Rode (Oberarzt Herz-Thorax-Chirurgie) stellten dann zwei Fallbeispiele aus dem Bereich der Rhythmusaggregate im Herz-Thorax-Zentrum vor. Abgerundet wurde die erste Sitzung von Dr. Joachim Krug (Leiter der Abteilung für Elektrophysiologie) mit der Vorstellung der neusten Leitlinien zum Therapiemanagement bei Vorhofflimmern.

Priv.-Doz. Richard Kellersmann (Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie, Herz-Thorax-Zentrum), der am 01.05.2017 seinen Dienst in Fulda antrat und herzlich von den Kollegen des Herz-Thorax-Zentrums und Prof. Dr. Christoph Manke (Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Klinikum Fulda) begrüßt wurde, eröffnete die zweite Vortragsrunde. Er stellt anhand der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) dar, wie eng die Gefäßchirurgie mit der Kardiologie und der interventionellen Radiologie verflochten ist. Die „pAVK“ verzeichnet weltweit – auch in den westlichen Ländern – eine deutliche Zunahme. In seinem Vortrag präsentierte Kellersmann aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und diskutierte mit den Teilnehmern seine Vorstellungen zur medizinischen Versorgung am Klinikum Fulda. Danach ging es weiter mit einem Fallbeispiel von Michael Conze (Kardiologie, Praxis im Altstadt-Carree), der anhand einer Patientin das gute Zusammenspiel von Praxis und Klinik widerspiegelte. Frau Dr. Margit Niethammer (Leitende Oberärztin Kardiologie, Herz-Thorax-Zentrum) komplettierte die zweite Sitzung mit Neuigkeiten zu innovativen Behandlungen im Herzkatheterlabor.

Ein weiteres Augenmerk des 7. Fuldaer Herztags lag auf der Versorgung von Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz), die ein zunehmendes Problem darstellt. Frau Prof. Birgit Aßmus (Universitätsklinikum Frankfurt), renommierte Herzinsuffizienz-Forscherin, stellte dazu die gegenwärtigen Fortschritte in der Kardiologie dar. „Neue Medikamente können hier bereits enormes leisten, trotzdem kommen wir immer wieder in die Situation, in der das Herz eine mechanische Unterstützung benötigt“, berichtet Prof. Jan Schmitto (Medizinische Hochschule Hannover), einer der international führenden Herzchirurgen bei der Implantation von Kunstherzen, mit dem auch das Herz-Thorax-Zentrum Fulda sehr gut kooperiert. Dr. David Göppel (Kardiologie) und Dr. Christian Sellin (Herz-Thorax-Chirurgie) gaben abschließend spannende Einblicke in ihre tägliche Arbeit, indem sie über zwei Fallbeispiele zum Thema Bildgebung und Herzchirurgie aus dem Herz-Thorax-Zentrum berichteten.

Insgesamt zehn Vorträge und eine Industrieausstellung wurden den Gästen geboten. Den krönenden Abschluss bildete das von Michael Conze, Dr. Bernd Plappert und Dr. Christian Sellin moderierte „Kardio-Quiz“. „Mit den sehr lebhaften Diskussionen der Teilnehmer und den exzellenten Vorträgen sind unsere Erwartungen übertroffen worden“, resümierte Priv.-Doz. Dr. Hilmar Dörge die rundum gelungene Veranstaltung.

Bildunterschrift (v. links): Dr. R-M. Hönscher, A. Eydt, Dr. T. Schwietz, Dr. O. Rode, PD H. Dörge, M. Conze, Prof. V. Schächinger, Dr. W-L. Wagner, Dr. B. Plappert, Dr. J. Krug, PD T. Menzel, Dr. C. Hildt, Dr. D. Göppel, Dr. (Univ. Tg. Mures) A. Szöllösi, Dr. M. Niethammer, Oberbürgermeister Dr. H. Wingenfeld. Nicht auf dem Bild: Priv.-Doz. Dr. R. Kellersmann.

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