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Coronavirus in Deutschland – Klinikum Fulda ist vorbereitet

Aktuelles
28.01.2020
20180803 Panorama Luftbild
Die Krankheitsfälle durch ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV)  betreffen derzeit insbesondere die 11-Millionen-Metropole Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei. Das neuartige Virus gehört – wie das aus dem Jahr 2003 bekannte SARS-Virus – zu den beta-Coronaviren. Auch außerhalb von China sind mittlerweile reiseassoziierte Fälle bekannt geworden. Heute wurde auch ein Fall in Bayern bestätigt. Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Fast alle infizierten Personen waren vorher in Wuhan, einige hatten in China Kontakt zu bestätigten 2019-nCoV-Fällen. Das Klinikum Fulda ist auf einen möglichen Ausbruch des Coronavirus in der Region vorbereitet.

„Im Klinikum Fulda sind bisher keine Verdachtsfälle aufgetreten. Wir sind aber auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür derzeit eher gering ist“, so der Sprecher des Vorstands, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel. Die entsprechenden internen Verfahrensanweisungen seien gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) bereits in der letzten Woche auf die aktuelle Lage angepasst worden. So wurde ein Ablaufschema für den Umgang mit Verdachtsfällen in Kraft gesetzt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Patienten mit Infektionen der Atemwege in der Zentralen Notaufnahme behandeln, tragen einem Mund-Nasen-Schutz. „Es ist zu erwarten, dass auch Menschen zu uns in die Notaufnahme kommen, die Sorge haben, sich infiziert zu haben, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit dafür äußerst gering ist“, so der Vorstand Krankenversorgung.

Allerdings seien in Fulda und auch sonst in Deutschland bei Erkältungssymptomen und „grippalen Infekte“ fast immer so genannte „Erkältungsviren“ verantwortlich. Aber auch die „echte Grippe“ für die das Influenzavirus verantwortlich ist, ist aktuell ein Thema, da die Grippewelle 2020 Fahrt aufnimmt.

Menschen, die in letzter Zeit in der betroffenen Gegend in China  (Provinz Hubei oder einem anderen Risikogebiet) waren, und die innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten zu Hause bleiben, um unnötige Kontakte zu vermeiden und sich telefonisch unter Hinweis auf ihre Reise und ihre Beschwerden mit einem Arzt in Verbindung zu setzen, empfiehlt das RKI.

Nach Einschätzung des RKI ist die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China derzeit weiterhin gering.

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