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Die MRT-gestützte Fusionsbiopsie der Prostata hat im Vergleich zu der rein Ultraschall-gesteuerten Biopsie eine deutlich höhere Entdeckungsrate im Hinblick auf den Nachweis eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms. Das Verfahren kombiniert die Vorteile der MRT-Bilder zur Erkennung des Prostatakarzinoms mit der einfachen, strahlungsfreien und raschen Zugänglichkeit des Ultraschalls. Hierbei werden die suspekten Areale im MRT (PIRADS-Läsionen) markiert und anschließend mit den Ultraschall-Bildern elektronisch fusioniert, sodass aus diesen im MRT suspekten Herden gezielt per Ultraschall Proben (Biopsien) entnommen werden können. Aktuell beträgt unsere Trefferquote mit der perineal durchgeführten MRT-Fusionsbiopsie 68 % der auffällig markierten Areale, was ca. 25 % besser ist als bei einer herkömmlichen Ultraschall-gesteuerten-Biopsie. In den S3-Leitlinien zum Prostatakarzinom wird dieses Verfahren im Moment dann empfohlen, wenn in einer rein Ultraschall-gesteuerten ersten Biopsie kein Karzinom gefunden wurde und dennoch weiterhin Karzinomverdacht besteht. Wenngleich die MRT-gestützte Fusionsbiopsie der Prostata in Einzelfällen auch bei der ersten Biopsie angewandt werden kann, ist in dieser Situation die Ultraschall-gesteuerte Biopsie ohne MRT nach wie vor Diagnostikum der ersten Wahl, da es für Patienten und Arzt weniger aufwendig ist.

Die Klinik für Urologie und Kinderurologie arbeiten sehr eng mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie zusammen, bei dem sich der Direktor, Prof. Dr. Manke und eine seiner Mitarbeiterinnen auf dieses Verfahren spezialisiert hat – als Voraussetzung, dass wir per Ultraschall diese suspekten Läsionen auch wiederfinden.

Bildunterschrift: Ultraschallbild, bei dem die im MRT suspekten Areale eingeblendet sind und so gezielt biopsiert werden können.

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