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Mittelohrentzündung (chronisch)

Die chronische Mittelohrentzündung tritt in zwei Formen auf.

  • Es kommt aufgrund von wiederholten Mittelohrentzündungen nach einem Trauma oder nach der Einlage eines Paukenröhrchens zu einem Loch im Trommelfell, welches sich nicht mehr von selbst verschließt. In manchen Fällen kann auch das gesamte Trommelfell zerstört sein. Die Beschwerden können sehr gering sein, aber auch durch eine ausgeprägte Hörminderung und wiederholtes Ohrenlaufen gekennzeichnet sein. Zur Verbesserung des Hörvermögens wird dann ein operativer Verschluss des Trommelfells durchgeführt (Tympanoplastik).
  • Eine weitere Form ist eine chronische Entzündung, die auf die Gehörknöchelchen und den Ohrknochen insgesamt übergeht. Sie hat eine im Laufe der Zeit große zerstörerische Wirkung und wird als chronische Knocheneiterung oder Cholesteatom bezeichnet.
    Die Erkrankung kann zunächst sehr symptomarm verlaufen, es können jedoch auch eine zunehmende Hörminderung bis Ertaubung, ein übel riechendes Ohrenlaufen oder eine Gesichtsnervenlähmung auftreten.
    Ein Cholesteatom muss immer operativ behandelt werden. Dabei muss der gesamte entzündlich veränderte Knochen entfernt werden, da die Entzündung sonst wieder ausbrechen kann. Die häufig zerstörten Gehörknöchelchen werden dann durch winzige Prothesen, meist aus Titan, ersetzt.
    Wenn die Erkrankung nicht behandelt wird, können im Verlauf eine Ertaubung, eine dauerhafte Gesichtsnervenlähmung oder Hirnhautentzündungen und Hirnabszess auftreten.

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