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Projekterweiterung am Klinikum Fulda: Das Klinikum investiert in die Zukunft: Neubau wird größer und effizienter

Aktuelles
25.04.2017
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„Wir machen es besser.“ Das ist nach den Worten von Vorstands-Sprecher Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel die bisher unausgesprochene
Devise des Klinikums Fulda. „Unser Antrieb, unsere Arbeit nicht nur gut zu machen, sondern die Struktur und die Prozesse unseres Handelns stets zu verbessern, hat in den vergangenen Jahren Ausdruck in unseren wirtschaftlichen Kennzahlen gefunden“, sagt der kaufmännische Vorstand André Eydt. Er zeige sich jedoch exemplarisch und für jedermann sichtbar im Klinikneubau, dessen Struktur der Vorstand des Klinikums im Austausch mit dem Generalplaner, der Bauabteilung und dem Aufsichtsrat im laufenden Bauprozess weiter optimiere. „wir wollen eine auf den künftigen Bedarf unserer Patienten hin ausgerichtete Versorgungsstruktur, die – eben weil sie am Patienten orientiert ist – sowohl die Bau- und späteren Betriebskosten der Immobilie senkt, als auch Ertragskraft unseres gemeinnützigen Klinikums stärkt“, so Menzel.

Das Großprojekt liegt im Zeit- und im Kostenplan. Durch Erweiterungen im Leistungsspektrum des Neubaus kommen zu ursprünglich veranschlagten Kosten in Höhe von 58,5 Mio. Euro noch mal rund 11 Mio. Euro hinzu. Der Aufsichtsrat fasste dazu auf Vorschlag des Klinikvorstands seit dem Richtfest am Klinikneubau im Herbst 2016 drei wesentliche Beschlüsse:

  1. Der Neubau wird im Bereich des Bettenhauses um eine weitere Teiletage aufgestockt für die Ausschöpfung  wertvoller Potentiale im Bereich Qualifizierung, Ausbildung und  Arbeitgeberattraktivität.
  2. Im zweiten Obergeschoss werden die Kapazitäten der Intensivmedizin mit Blick auf den Wandel der Struktur von Demographie und Morbidität in der Bevölkerung ausgeweitet.
  3. Durch den Ausbau des zweiten Untergeschosses gewinnt das Klinikum Raum für ein Logistikzentrum und die neue Zentralsterilisation zur Verbesserung der Gebäudelogistik und somit deutlich wirtschaftlichere Betriebsstrukturen.

Mit den Neubauten vergrößere sich die Fläche des Klinikums von derzeit 83.000 Quadratmeter um 32.000 Quadratmeter auf dann 115.000 Quadratmeter.

Investitionen senken Kosten und heben den Ertrag

Die zusätzlichen Investitionen beziffert André Eydt aus den Erweiterungsmaßnahmen auf rund 11 Millionen Euro. „Wir machen aus der Not eine Tugend, die uns zum Erfolg führt“, so Eydt weiter. Denn die fehlenden Erweiterungsflächen am Campus seien der limitierende Faktor für ein nachhaltiges Wachstum an der Pacelliallee. Da alle Flächen weitgehend verbraucht seien, müssten die vorhandenen Ressourcen optimal genutzt werden. „Indem wir die bauliche Struktur unseres Hauses aus dieser Perspektive betrachten, versetzen wir uns in eine Haltung der ständigen Optimierung. Wir haben eben keinen Platz zu verschwenden. Die kompakte Bauweise wiederum ermöglicht  optimale medizinische und pflegerische Prozesse, senkt die Transportwege und die Kosten von Logistik und Energieeinsatz“, ergänzt Dr. Menzel. Veränderungen, die heute im Bauprozess verwirklicht werden, seien vor Jahren so gar nicht absehbar gewesen. So wird dem ständigen Kreislauf von zunehmender Interdisziplinarität in der Medizin, die zu permanenten Innovationen führe, die wiederum Investitionen in Gebäude, Technik und Personal auslösten, Rechnung getragen.

Aufstockung um eine weitere Etage

Im Verlauf der Rohbauarbeiten, die deutlich vor dem Zeitplan abgeschlossen wurden, erkannte das Klinikum die Chancen einer weiteren Teilaufstockung des Neubaus noch im Bauprozess, bevor die Außenhülle des Hauses geschlossen sein wird. In der neuen Etage mit 2.800 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entsteht ein Zentrum für den Bereich Qualifizierung und Ausbildung, mit innerbetrieblicher Weiterbildung und einer Patientenakademie. Die Ausbildung im Rahmen des Bildungszentrums inklusive der Innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung, das Simulationszentrum für die Anästhesie, die Notfallteams und die Chirurgen sowie die Schulung und Information von Patienten gewinnen nach den Worten von Eydt als Aufgaben des Klinikums stark an Bedeutung. Zeitgemäße Räume der Aus-, Fort- und Weiterbildung steigerten die Attraktivität des Klinikums als Arbeitgeber und als Ort der Genesung, an den sich Patienten vertrauensvoll begeben. Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld ist überzeugt, dass sich das neue Bettenhaus auch durch die Aufstockung städtebaulich vorteilhafter in die Gesamtansicht des Klinikums einfügen wird.

Erweiterung der „High-care“ Intensivstations-Kapazitäten

Der Bedarf an intensivmedizinischer Betreuung steigt ständig. Das liegt nicht allein an der Alterung der Bevölkerung, sondern vor allem am Erfolg der Medizin, die immer schwerere Erkrankungen nicht nur behandelbar, sondern auch heilbar werden lässt. Wer heute als Patient im Krankenhaus liegt, ist im Durchschnitt schwerwiegender erkrankt als ein Patient vor 50 Jahren. Indes wird die Behandlung im Krankenhaus zwar kürzer, aber wesentlich intensiver. „Wir haben den tatsächlichen Bedarf an Intensivbehandlung in unserem Einzugsbereich nochmals überprüft und auf Basis unserer gesteigerten Fallzahlen in diesem Bereich während der Jahre 2015/16 kamen wir zur Erkenntnis, dass die bisher geplanten Kapazitäten zu knapp kalkuliert waren“, erläutert Dr. Menzel. Der Bedarf an intensivmedizinischer Betreuung werde in den kommenden Jahren nicht nur wachsen, sondern diese hochwertige Leistung sei zudem ein spezifischer Beitrag zur Gesundheitsversorgung in der Region, der typischerweise von einem Haus der Maximalversorgung – wie dem Klinikum Fulda – erbracht werde. „Komplexe Medizin auf höchstem Niveau, wie wir sie anbieten werden, ist unsere Kernkompetenz. Damit werden wir unserem Auftrag als Klinikum der Maximalversorgung gerecht“, so Menzel weiter und führt drei Gründe für die Erweiterung an.

Die erfolgreiche Eröffnung der neuen Abteilung für Elektrophysiologie im Herz-Thorax-Zentrum des vergangenen Jahres führte zu einem erhöhten Bedarf für eine intensiv-medizinische Versorgung der Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Gleiches gilt für die intensiv-medizinische Behandlungen von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, die in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen wird. Die neu etablierte Medizinische Klinik V mit der Pneumologie (Lungenheilkunde) als Kernbereich, ist in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Thoraxchirurgie, der  Strahlentherapie und der Onkologie in der Behandlung von Lungentumoren Teil des am Klinikum Fulda krankenhausplanerisch ausgewiesenen Onkologischen Zentrums. Steigende Fallzahlen in diesem Bereich  -wie auch bei den Krebserkrankungen insgesamt – erhöhen den Bedarf an intensivmedizinischer Behandlung.

Zentrum für Logistik und Sterilisation

Im zweiten Untergeschoss entsteht ein Zentrum für Logistik und Sterilisation, das dort wegen der kurzen Wege zur Zentralen Notaufnahme, der neuen Radiologie im ersten Untergeschoss sowie den Operationssälen und der Intensivstation im Erdgeschoss ideal platziert ist. „Ein hoch-effizienter Betrieb des OP- und Notfallzentrums, wie wir ihn uns wünschen, ist ohne den Ausbau des zweiten Untergeschosses nicht möglich“, so Dr. Menzel.

André Eydt ergänzt: „Ein zeitgemäßes Zentrallager des Hauses, mit zusammenhängenden Flächen, ermöglicht die Eliminierung der Außenlager in den Patientenbereichen, mindert die Belastung der Flure und der Materialversand innerhalb des Hauses kann mittels der automatischen Warentransportanlage (AWT) erfolgen und die Logistikkosten können erheblich gesenkt werden.“

Klinikum investiert in die Zukunft

Der Neubau verläuft im Zeit- und Kostenplan. „Wir gehen weiterhin davon aus, die geplante Inbetriebnahme des Neubaus im ersten Quartal 2019 zu realisieren“, führt  Peter Neidhardt aus, Geschäftsbereichsleiter Bau und Technik am Klinikum Fulda.

Das Klinikum, so Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Heiko Wingenfeld, wird in den Neubau bis 2019 rund 69 Millionen Euro investieren. Hiervon stammen 54 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landes. „Diese Mittel sind gut angelegt, für die nachhaltige Stärkung unseres Klinikums, für die hochwertige Versorgung der Bevölkerung und für die Weiterentwicklung des Standorts Fulda“.

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