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Systemische und lokale Lysetherapien der akuten zerebralen Ischämie

Mit der intravenösen (systemischen) und der intraarteriellen (lokalen) Lyse besteht die Möglichkeit, den Schlaganfall auslösenden Thrombus in einer Gehirnarterie aufzulösen und damit eine schwere Behinderung bei den betroffenen Patienten zu verhindern. Beide Lysearten stellen bisher die einzigen kausalen Therapien des akuten Schlaganfalls dar. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt zum einen von der Verfügbarkeit und zum anderen vom Zeitfenster, d.h. von der Zeit, die vom Auftreten der ersten Schlaganfallsymptome bis zum möglichen Behandlungsbeginn vergeht, ab. Innerhalb der ersten 3 Stunden seit Schlaganfallbeginn wird in der Regel die intravenöse Lysetherapie durchgeführt. Über eine periphere Vene wird dem Patienten eine Stunde lang eine Infusion mit dem Lysemittel (rt-PA = rekombinanter Gewebeplasminogenaktivator) infundiert. Sind bereits 3 bis 6 Stunden seit Beginn des Schlaganfalls vergangen, kommt die intraarterielle Lyse zum Einsatz. Hierfür ist ein spezieller Mikrokatheter zur angiographischen Darstellung der Gehirngefäße erforderlich. Bei sehr schweren Schlaganfällen und besonders bei der A. Basilaris-Thrombose wird vorzugsweise direkt lokal lysiert. Bei rechtzeitigem Beginn einer Lysetherapie können mit über 30 % Wahrscheinlichkeit eine schwere Behinderung oder Tod verhindert wer-den. Deshalb ist beim akuten Schlaganfall die unverzügliche Einweisung in eine Stroke Unit unabdingbar.

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