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Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin

Patienteninformationen

Anästhesiologie

Was passiert bei einer Narkose?

Viele chirurgische, diagnostische oder therapeutische Eingriffe sind ohne eine Narkose undenkbar. Eine Narkose, auch Anästhesie genannt, ist ein künstlich herbei geführter Schlafzustand des Körpers, bei dem das Bewußtsein und die Wahrnehmung von Schmerzen medikamentös ausgeschaltet werden

Narkosen sind heute so sicher wie nie zuvor. Das ist auf neue Medikamente, moderne Geräte und sehr gut ausgebildete Narkoseärzte (Anästhesisten) zurückzuführen. Der Schlüssel zu einer sicheren Anästhesie liegt in der individuellen Dosierung der Medikamentenkombination. Diese besteht in der Regel aus Schmerzmittel, Schlafmittel und Medikamenten zur Muskelentspannung. Individuell abgestimmt auf den Patienten wird diese Kombination mithilfe von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gewicht und Fitness des Patienten.

Weitergehende Informationen finden Sie auf der Internetseite des Berufsverbandes für Anästhesisten unter www.sichere-narkose.de.

Wer klärt mich über das Narkoseverfahren auf?

Vor jeder Narkose oder Regionalanästhesie sprechen wir mit unseren Patienten über den chirurgischen Eingriff, die operative Behandlung oder über die bevorstehende diagnostische Maßnahme, die die Hilfe eines Anästhesisten erfordert. Dabei wollen wir klären, welche Wünsche oder auch Ängste unsere Patientin / unser Patient mit der Narkose verbindet.

Außerdem wollen wir möglichst viel über die medizinische Vorgeschichte erfahren, um unser Vorgehen an die individuellen Erfordernisse des Patienten anpassen zu können und so unnötige Risiken zu vermeiden. Dieses Vorgespräch sowie die damit verbundene körperliche Untersuchung und die Anordnung von vorbereitenden Medikamenten nennen wir präoperative Visite oder oft vereinfachend Prämedikation.

Wenn es Ihnen möglich ist zu laufen, findet dieses Gespräch oft in der Prämedikationsambulanz statt. Ansonsten kommt ein Anästhesist zu Ihnen auf die Station. Die Prämedikationsambulanz für stationäre Patienten befindet sich im 1. Untergeschoß im Gebäudeabschnitt C.

Was kann ich als Patient/-in zur Narkosevorbereitung beitragen?

Für die Narkosevorbereitung wird Ihnen auf der Station ein Anästhesie-Fragebogen ausgehändigt, in dem systematisch die Vorgeschichte Ihrer Erkrankungen, frühere Operationen und verordnete Medikamente abgefragt werden. So haben Sie bereits auf der Station die Möglichkeit sich in Ruhe mit den erforderlichen Informationen auseinanderzusetzen.

Von besonderem Interesse sind für uns Ihre früheren Erfahrungen mit Narkosen oder Regionalanästhesien sowie Probleme und Zwischenfälle, die vielleicht in Ihrer Verwandtschaft im Zusammenhang mit einer Narkose aufgetreten sind.

Habe ich Schmerzen nach meiner Operation?

Jede Operation stellt eine Verletzung des Körpers dar und löst mehr oder weniger Schmerzen aus. Diese können jedoch durch die Narkose und eine anschließende Schmerzbehandlung gut unterdrückt werden. Für die Schmerzbehandlung werden, falls erforderlich, unmittelbar nach der Operation und in den ersten Stunden auf der Station schmerzstillende Medikamente über eine Infusion direkt in die Blutbahn gebracht. Weitere Schmerzmittel können in Form von Tabletten, Zäpfchen oder Injektionen gegeben werden.

Bei vielen Operationen werden zusätzliche schmerzstillende Maßnahmen durchgeführt, wie die Anlage spezieller Schmerzkatheter, die sogenannte Periduralanästhesie oder die pumpengesteuerte Schmerzmittelzuführung, die der Patient teilweise selbst steuern kann. Diese Maßnahmen werden vom Akutschmerzdienst überwacht.

 

Intensivmedizin

Im Klinikum Fulda gibt es für erwachsene Patienten zwei Intensivstationen: ITS und 5AI. Kleinkinder bis Jugendliche werden meist auf der Intensivstation der Kinderklinik behandelt.
Die meisten Patienten der operativen bzw. chirurgischen Fachgebiete werden auf der Station ITS versorgt.

Was bedeutet Intensivtherapie?

Eine der wichtigsten Aufgaben der Intensivmedizin ist die Wiederherstellung der lebenswichtigen Organfunktionen bei schwerkranken Menschen. Wir verfolgen dabei das Ziel, den kritischen und in vielen Fällen lebensbedrohlichen Zustand des Patienten zu überwinden und Aussicht auf eine wiedererlangte gute Lebensqualität zu schaffen.

Bei manchen Erkrankungen wird dieses nicht immer gelingen. In diesem Fall bemühen wir uns intensiv darum, die Leiden unserer Patientin / unseres Patienten zu lindern und Schmerzen zu nehmen.

Typische Krankheitsbilder, die wir behandeln, sind

  • Sepsis und postoperatives Entzündungssyndrom
  • Akutes Lungenversagen
  • Subarachnoidalblutung
  • Intrazerebrale Blutung
  • Perioperative Herz-Kreislauf-Insuffizienz
  • Deliranter Bewußtseinszustand

Die Patienten sind bei uns zur ständigen Überwachung an einen Monitor angeschlossen, der wichtige Werte wie Herzfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffsättigung dauerhaft anzeigt.

Viele unserer Patienten benötigen darüber hinaus für eine gewisse Zeit Hilfe bei der Atmung. Dies wird von einem Beatmungsgerät übernommen. Dabei kann es nötig sein, dass die Patienten Medikamente zum  Schlafen oder  zur  Beruhigung  bekommen (Sedierung). Viele der von uns verabreichten Medikamente werden über Infusions- und Spritzenpumpen verabreicht und genau auf die Bedürfnisse unserer Patientin / unseres Patienten abgestimmt.

Was kann ich als Angehöriger zur Genesung des Patienten beitragen?

Ein persönlicher Gegenstand, ein Familienfoto, oder eine liebevolle Berührung kann Ihrem Angehörigen in dieser fremden Umgebung helfen und ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Bringen Sie Ihrem Angehörigen in Absprache mit dem Pflegepersonal der Intensivstation gerne persönliche Utensilien, Brille, Hörgerät usw. mit. Wertsachen und Kleidung nehmen Sie bitte mit nach Hause, da wir diese Sachen hier nicht sicher aufbewahren können.

Indirekt können Sie zum Wohl Ihres Angehörigen auch beitragen, wenn Sie uns eine eventuell vorhandene Patientenverfügung übergeben, in der unsere Patientin / unser Patient vor Eintritt seines Krankheitszustandes bestimmte Festlegungen dazu getroffen hat, in welchem Umfang er / sie intensivmedizinisch versorgt werden möchte.

Wann kann ich meinen Angehörigen besuchen?

Damit die Versorgung der Patienten auf der ITS ungestört ablaufen kann, bitten wir Sie, folgende Regeln bei Ihrem Besuch einzuhalten:

  • Um den Patienten nicht zu überfordern, sollen sich gleichzeitig nicht mehr als zwei Besucher am Bettplatz einfinden.
  • Klingeln Sie am Eingang der Station und melden Sie sich bitte über die Sprechanlage.
  • Bleiben Sie bitte im Wartebereich, bis Sie zu ihrem Angehörigen gebracht werden. Eine hohe Auslastung des Pflegepersonals oder medizinische Maßnahmen bei Ihrem Angehörigen können dazu führen, dass Sie warten müssen, wir bitten Sie hierfür um Verständnis.

Besuchszeiten der ITS

täglich von 14:45 Uhr bis 15:15 Uhr   und   19:00 Uhr bis 20:00 Uhr.

Halten Sie bitte die Besuchszeiten ein; Ausnahmen sind nach Rücksprache mit dem Stationspersonal möglich.

Wer gibt mir Auskunft?

In der Regel sind nur die nächsten Angehörigen unserer Patienten auskunftsberechtigt. Generell erteilen wir zum Schutz der Patienten die meisten Auskünfte nur im persönlichen Gespräch und nicht über Telefon oder andere Kommunikationsmittel.

Sie erleichtern uns die Arbeit, wenn Sie im Familien- und/oder Freundeskreis einen festen Ansprechpartner für uns festlegen. Wenn Ihr Angehöriger sich einer längeren intensivmedizinischen Behandlung unterziehen muss, erfordert das die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung.

Sofern sich ein Oberarzt oder Stationsarzt der Station nicht ohnehin schon mit Ihnen in Verbindung gesetzt hat, fragen Sie bitte nach einer Ärztin / einem Arzt, der Ihnen Näheres zu Ihrem Angehörigen sagen kann.

Schmerztherapie

Akute Schmerzen

Unmittelbar im Zusammenhang mit Operationen, diagnostischen oder chirurgisch-therapeutischen Eingriffen auftretende akute Schmerzen werden in Zusammenarbeit der Anästhesisten mit den Ärztinnen und Ärzten der operativen Fächer nach speziellen Leitlinien behandelt.

Chronische Schmerzen

Die stationäre Behandlung chronischer Schmerzen erfolgt im Klinikum Fulda und im Klinikum Gersfeld, einem Tochterunternehmen der Klinikum Fulda gAG. Die multimodale Schmerztherapie richtet sich, in Abgrenzung zum Behandlungsangebot der Psychosomatik am Standort Fulda, an Patienten, deren Schmerzsymptomatik sich mindestens in Teilen einem organpathologischen Korrelat zuordnen lässt (z.B. muskulo-skeletale Beschwerden, Rückenschmerzen).

Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Klinikum Fulda wird gewährleistet, dass auch psychosoziale Aspekte der Schmerzchronifizierung angemessen berücksichtigt werden können.

Typische Krankheitsbilder, die wir behandeln, sind

  • Rückenschmerzen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Rheuma und Fibromyalgie
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Schmerzen bei psychischer Beeinträchtigung
  • neuropathische Schmerzen
  • Tumorschmerzen
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
  • Schmerzen bei Medikamentenmissbrauch
  • postoperative Schmerzen
  • traumatisch bedingte Schmerzen

Kontakt

Die Koordination und Behandlungsführung bei chronischen Schmerzen obliegt dem ärztlichen Leiter des interdisziplinären Schmerzzentrums, Herrn Dr. Rainer Meissel.

Wenn Sie sich für eine stationäre Schmerztherapie interessieren, wenden Sie sich zunächst an das Sekretariat des Interdisziplinären Schmerzzentrums (Tel.: (06 61) 84 – 65 91 oder 65 93).

Rettungszentrum

Im Rettungszentrum am Klinikum Fulda sind große Teile der notärztlichen Versorgung in der Stadt und im Landkreis Fulda gebündelt. In Zusammenarbeit mit der ADAC-Luftrettung, dem DRK-Kreisverband Fulda und dem Malteser Hilfsdienst betreibt das Klinikum mehrere Notarzteinsatzfahrzeuge sowie den Rettungstransporthubschrauber Christoph 28 und einen Intensivtransportwagen und besetzt diese mit Notärzten.

Die Einsätze dieser Rettungsmittel werden über die Rettungsleistelle koordiniert. Im Notfall erreichen Sie diese automatisch über die internationale Notrufnummer 112.

Das Rettungszentrum am Klinikum Fulda ist ein zentraler Standort für die Notfallmedizin und Schnittstelle für die Zusammenarbeit von Klinikum, DRK und ADAC.

 

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